WordPress gehackt – was tun? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
24.06.2026
WordPress gehackt – was tun?
Sie öffnen Ihre Website und sehen fremde Inhalte. Oder Google zeigt eine Warnung “Diese Website wurde möglicherweise gehackt”. Oder Ihr Hosting-Anbieter hat die Seite gesperrt.
Kein Panik – aber handeln Sie schnell. Hier sind die wichtigsten Schritte.
Schritt 1: Sofort offline nehmen
Falls möglich: Nehmen Sie die Website sofort offline oder lassen Sie den Hosting-Anbieter die Seite sperren, bevor Ihre Besucher Malware herunterladen oder Sie rechtlich haftbar werden.
Die meisten Hosting-Anbieter haben eine 1-Klick-Lösung dafür im Kundenbereich.
Schritt 2: Passwörter ändern
Ändern Sie sofort:
- WordPress Admin-Passwort
- FTP-Zugangsdaten
- Datenbank-Passwort
- E-Mail-Passwort des Admin-Accounts
- Hosting-Zugangsdaten
Am besten lange, zufällige Passwörter – ein Passwortmanager hilft.
Schritt 3: Backup evaluieren
Haben Sie ein Backup? Wenn Ihr Hosting-Anbieter tägliche Backups macht (was bei guten Anbietern Standard ist), können Sie die Seite auf den letzten sauberen Stand zurücksetzen.
Wichtig: Stellen Sie sicher, dass das Backup vor dem Hack ist. Ein infiziertes Backup bringt nichts.
Schritt 4: Malware-Scan durchführen
Tools wie Wordfence oder Sucuri können WordPress auf Schadcode scannen – kostenfrei in der Basisversion.
Aber ehrlich gesagt: Wenn die Seite ernsthaft kompromittiert wurde, ist ein Scan allein oft nicht genug. Die Malware kann sich tief im Code verstecken.
Schritt 5: Ursache finden
Wie kam der Angreifer rein?
- Veraltetes Plugin: Das ist Ursache Nummer 1. Nicht aktualisierte Plugins sind das Eingangstor für Hacker.
- Schwaches Passwort: Brute-Force-Angriffe auf “admin”/“123456” sind automatisiert.
- Veraltetes WordPress-Core oder Theme: Seltenerer, aber möglicher Weg.
Ohne die Ursache zu beheben, wird die Seite erneut gehackt.
Schritt 6: Melden bei Google Search Console
Falls Google die Seite als gefährlich markiert hat, müssen Sie nach der Bereinigung eine Überprüfung beantragen. Das kann 1–3 Tage dauern.
Die langfristige Lösung
Das klingt ernüchternd, aber es ist die Wahrheit: WordPress ist und bleibt das meistgehackte CMS der Welt.
Das bedeutet nicht, dass WordPress immer eine schlechte Wahl ist. Aber es bedeutet, dass Sie aktiv Sicherheitsmaßnahmen ergreifen müssen – immer.
Alternativ: Websites ohne WordPress haben deutlich weniger Angriffsfläche. Kein Plugin-System, kein standardisierter Anmeldebereich, kein bekanntes Dateitstruktur.
Mehr dazu: WordPress vs. individuelle Website – der Vergleich
Ihre WordPress-Site wurde gehackt und Sie brauchen Hilfe? Schreiben Sie mir – ich schaue mir die Situation an und helfe, die wichtigsten Schritte zu klären.
Fragen dazu?
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Schreiben Sie uns. Die Antwort kommt von dem, der auch den Code schreibt.